
Münchner Merkur; 1.8.2006
Spektakuläres Ende
Blutrote Tücher verkündeten das Ende. Vom Giebel des Nationaltheaters flatterten Montagnachmittag gewaltige Stoffbahnen im Wind. An Ihnen ließ sich immer wieder eine junge Frau herunter, blitzschnell, bis sie kurz über den Steinstufen abrupt innehielt. Wie eine Skulptur formte sie Ihren Körper, um sich schließlich gekonnt abzurollen.
Mit der Performance der Künstlergruppe Vaivén wollte sich Sir Peter Jonas noch einmal bei den Münchnern bedanken. ...
man/Fotos: li; Münchner Merkur vom 1.8.2006

Süddeutsche Zeitung; 30.6.2006
Vor der Eröffnung
Das Theater Vaivén lockt das Publikum in die Oper
Grosser Auftrieb: Auf der Treppe des Nationaltheaters stehen Menschen in Roben und Smokings, schauen sich an und zeigen sich dem Volk auf dem Platz. Die Erwartung der Festspielpremiere von “Moses und Aron” bannt die Aufmerksamkeit, den letzten Rest Ablenkung besorgt das Gefühl der eigenen Großartigkeit. da kann es leicht passieren, dass einem eine Artistin auf den Kopf fällt. Einfach so. Zack, vom Giebel herunter.
Das Theater Vaivén bespielt mit “Apokatastasis” die Oper von außen, beschallt den Max-Joseph-Platz mit einer umweltverarbeitenden Klangcollage und macht ein paar weitere merkwürdige Dinge an der Schwelle des Opernhauses, die zu überschreiten das Publikum verführt werden soll. Dazu wird der rote Teppich quasi in die Vertikale verlegt, an einem Tuch stürzt sich die Artistin Nathalie Hünermund vom Giebel des Nationaltheaters in die Tiefe, verweilt kurz in der Höhe des Königsaals, um bald ganz zu den Menschen hinabzusteigen. Denn im Giebel hausen Apoll und seine Musen, Frau Hünermund ist deren reizende Botin. Mit ihr wandert der Geist der Kunst ins Nationaltheater, das Publikum hintendrein. Eine süße kleine Festspiel+-Idee.
Egbert Tholl, Süddeutsche Zeitung vom 30.6.2006

Süddeutsche Zeitung; 29.6.2006
Eine Oper vor der Premiere
Vor den acht Säulen der Staatsoper war ein roter Teppich ausgerollt. Dort spielte sich schon vor der Premiere – die letzte von Staatsintendant Sir Peter Jonas – eine große Oper ab. Während die Limousinen mit den Gästen vorfuhren, seilte sich eine Künstlerin vom “Theater Vaivén” vom Fries des Nationaltheaters ab. Tänzerinnen bewegten sich zu schrillen Trompeten-Stakkatos, und die Damen der Gesellschaft zeigten ihre Festspielroben. Zum Abschied erlebte Sir Peter ein Zeichen des Himmels: Es blieb trotz schlechter Vorhersagen trocken und sonnig. ...
chrm/Foto:cath; Süddeutsche Zeitung, Münchner Teil vom 29.6.2006

Süddeutsche Zeitung; 29.6.2006
Kopfüber in die Oper
Seit gestern gibt es noch eine andere Sensation in München – neben dem Fußball. Mit Schönbergs “Moses und Aron” begannen die Münchner Opernfestspiele. Dramatische Zwölftonmusik fürs Premierenpubikum, doch auch die Zuschauer vor dem Nationaltheater bekamen Spektakuläres geboten: Die Fassadenkletterer vom “Theater Vaivén” zeigten Ihre schwerelose, garantiert schwindelfreie Kunst am Eingangsportal der Oper, also im Zwischenreich zwischen Fiktion und Wirklichkeit. Die Akrobaten wollen ihre “Live-Skulptur” noch einige Male vorführen – etwa am Samstag um 18.30 Uhr.
Foto: Robert Haas; Süddeutsche Zeitung vom 29.6.2006

Münchner Merkur; 29.6.2006
Pink-rotes Opernvergnügen bei den Festspielen
Während sich die Frauen der Performance-Gruppe “Theater Vaivén” in roten Tüchern auf der Treppe der Bayerischen Staatsoper räkelten, schritten die anderen Damen in schrillen Abendkleidern über den roten Teppich zur Premiere Arnold Schönbergs “Moses und Aron”. So gab es auch für die Münchner, die keine Karte für die Oper bekommen hatten, viel zu sehen.
Während Prominente wie Monti Lüftner, in Begleitung von Alice Kruppova (rechts), in dunklen Limousinen vorgefahren und von Staatsintendant Sir Peter Jonas begrüßt wurden, seilte sich über Ihren Köpfen eine Junge Frau vom Dach der Staatsoper ab und zeigte Akrobatisches mit roten Tüchern zwischen den Säulen der Staatsoper. ...
taff/Fotos: bod; Münchner Merkur vom 29.6.2006

Tagesspiegel, 22.12.2003
Traumtänzer
DIE DAME RECHTS tanzte am Sonnabend auf dem Dach der Staatsoper unter den Linden – weil an der Staatsoper gebaut wird. Anlass war der “Tag der offenen Baustelle”, die Vorstellung nannte sich “stadtTräume”.
Foto: dpa; Tagesspiegel vom 22.12.2003

Berliner Zeitung; 22.12.2003
Tanz auf dem Dach
Hoch hinaus zog es am Sonnabend Euridice von der Gruppe “Vaivén”: die Tänzerin zeigt ihr Können auf dem Dach der Staatsoper unter den Linden. Die Vorstellung gehörte zur Open-Air-Performance “stadtTräume”. ...
Foto: dpa/Bernd Settnik; Berliner Zeitung vom 22.12.2003